Amnesty International Jugendgruppe Dresden

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Jugendgruppe Dresden

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21.Februar 2012 17Uhr im IBZ*: Vortrag zu sexueller Gewalt in Kolumbien

Sexuelle Gewalt an Frauen wird in Kolumbien innerhalb des bewaffneten Konflikts als Mittel des Terrors benutzt. Alle beteiligten Parten, sowohl Paramilitär und Guerilla als auch die staatlichen Sicherheitskräfte begehen täglich Sexualdelikte, um Macht auszuüben, vermeintliche GegnerInnen zu bestrafen oder Angst zu verbreiten. Dieses Facette des bewaffneten Konflikts möchten wir Euch durch einen Vortrag der Amnesty International Kolumbien-Koordinationsgruppe zeigen und euch damit die Reichweite der Menschenrechtseinschränkungen durch den bewaffneten Konflikt vor Augen führen.

IBZ: Internationales Begegnungszentrum, Heinrich-Zille-Straße 6, 01219 Dresden Der Eintritt ist natürlich frei


Am Freitag den 30. September veranstalten wir 20 Uhr im Jugendhaus Roter Baum einen Filmabend mit Diskussion zur Menschenrechtssituation in Kolumbien.

„Hasta la última piedra“ (Bis zum letzten Stein), zeigt den stetigen Kampf um den Fortbestand der Friedensgemeinde San José de Apartadó im Norden Kolumbiens. Seit Jahrzehnten besteht in Kolumbien ein bewaffneter Konflikt zwischen Paramilitärs, Guerilla und staatlichen Sicherheitskräften, der vor allem auf dem Land schon unzählige Opfer gefordert hat. Binnenflüchtlinge gibt es in Kolumbien so viele, wie in keinem anderen Land der Welt - ein trauriger Rekord. Die Bewohner von San José de Apartadó versuchen seit ihrer Erklärung zur Friedensgemeinde 1997, sich dem gewaltsamen Konflikt zu entziehen. Ihre neutrale Haltung wird von keiner Seite der Konfliktparteien geduldet, sodass die BewohnerInnen und MitstreiterInnen der Friedensgemeinde ein häufiges Ziel von Menschenrechtsverletzungen sind. Seit der Gründung des Friedensweilers wurden mehr als 170 Mitglieder, Zivilisten und BewohnerInnen der Gegend, meist von Paramilitär, getötet. Doch der Dokumentarfilm von Juan José Lozano zeigt nicht nur die großen Schatten, sondern auch den Alltag des Weilers, den die Mitglieder, trotz erschwerter Bedingungen, meistern.


11.06.2011 - Wir, die Jugendgruppe Dresden, suchen dringend engagierte MitstreiterInnen, die sich gemeinsam mit uns für die Menschenrechte - insbesondere in Kolumbien - einsetzen.

Amnesty International bedeutet, sich für die Würde aller Menschen auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte einzusetzen. Die Arbeit bei Amnesty International bedeutet einen Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten!

Wenn ihr Lust habt, uns kennenzulernen und zu unterstützen schreibt einfach eine E-Mail an Hans: hanseckardt@hotmail.de


Die Amnesty Internatinonal Jugendgruppe bedankt sich für das rege Interesse an der Ausstellung "Augen auf: Kolumbien - Menschenrechte mit Füßen getreten" und schaut auf die Veranstaltungen zurück.

Eine kleine Zusammenfassung:

Wir, die Amnesty International Jugendgruppe Dresden beschäftigen uns seit Juni 2010 mit der Menschenrechtssituation in Kolumbien. Als Ziel nahmen wir uns eine Ausstellung zu diesem Thema zu planen und im Frühjahr 2011 in die Tat umzusetzen. Nachdem wir uns zunächst thematisch damit beschäftigten nahm später die Planung der Ausstellung, sowie der mit ihr verbundenen Veranstaltungen in unserer Arbeit die Überhand ein. Am 19.März 2011 startete dann die Ausstellung mit dem Titel „Augen auf: Kolumbien – Menschenrechte mit Füßen getreten“ im Foyer der Dresdner Dreikönigskirche. Die Exponate wurden meist von regionalen Künstlerinnen speziell für unsere Ausstellung angefertigt. Neben Gemälden, die verschiedene Problemfelder der Menschenrechtssituation in Kolumbien thematisierten, bestand die Ausstellung ebenfalls aus drei Installationen und den von uns auf Deutsch und Englisch verfassten Texten, mit denen wir versuchten einen guten Überblick über die verheerende Lage in Kolumbien zu geben. Zur Vernissage waren wir alle mächtig aufgeregt, zumal unsere Arbeit zuvor eher aus „kleineren“ Aktionen, wie Unterschriftensammlungen und Menschenrechtsbildung bestand. Doch unsere Sorgen und Befürchtungen waren unbegründet – die Einführung in die Ausstellung verlief reibungslos und war mit mindestens einhundert Personen auch sehr gut besucht. Am nächsten Tag sollte dann ein Theaterworkshop mit dem „Theater der Unterdrückten“ stattfinden – leider wurde dieser wegen fehlender Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgesagt. Der Abend des 2. Tages unserer Ausstellung war dann wieder erfolgreicher – wir zeigten ebenfalls in der Dreikönigskirche den Film „Hasta la última piedra“ und einen Ausschnitt der kolumbianischen Serie „Contravia“ zu den Gewerkschaften Kolumbiens. Am 25. März bekamen wir dann Besuch von der Gewerkschafterin Nohora Tovar und der Menschenrechtsanwältin María del Pilar Silva, die uns in einem eher privaten Kreis von ihrer von allen Seiten erschwerten Arbeit für ein gerechteres Kolumbien erzählten. Es entstand dabei eine sehr angeregte Diskussion, die auch noch beim späteren Abendessen fortgeführt wurde. Unser persönliches Highlight war natürlich der Folgetag, an dem wir ihnen die Stadt zeigten und trotz einiger Sprachbarrieren viel Spaß mit diesen unglaublich lebensfrohen Frauen hatten. Am 29. März hielt Christiane Schwarz von kolko.eV in der Dreikönigskirche einen Vortrag zur allgemeinen Menschenrechtslage in Kolumbien. Sie selbst hatte einige Zeit in der Friedensgemeinde San José de Apartadó verbracht und konnte mit ihrem ungemeinen Wissen viele interessante Fragen der Besucherinnen und Besucher beantworten. Mit dem Benefizkonzert, das für den 31.März angesetzt war fand die Ausstellung ihren krönenden Abschluss. Viele Leute kamen, um die drei Bands unterschiedlichster Stilrichtungen zu erleben. Der positive Nebeneffekt war, dass wir viel Spenden einnahmen, die einer kolumbianischen Menschenrechtsorganisation zu Gute kommen werden. Tatsächlich fand die Ausstellung dann am 3.April ihr Ende und schloss damit die erste umfangreiche Veranstaltung seit unserer Gründung 2009 ab. Das Feedback der Besucherinnen und Besucher unserer Ausstellung war zu unserer Freude äquivalent zu unserer eigenen Einschätzung – positiv. Danken möchten wir vor allem der Dreikönigskirche für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Unsere Ausstellung wurde ebenfalls nur durch das unentgeldliche Engagement der Künstlerinnen und auch der Bands möglich. Viel, vor allem fachliche Hilfe, bekamen wir von der Kolumbien Ko-Gruppe, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand.

Attach:Ausstellung

Mehr Fotos von der Ausstellung und dem Konzert findet ihr auf unserer Facebookseite.